Der CDL-Luftbremsentest besteht aus zwei Teilen: theoretische Fragen im schriftlichen Test und eine praktische Sieben-Schritte-Luftbremsenprüfung, die Sie bei der Fahrzeugkontrolle vor der Fahrt sowie während der Fahrprüfung durchführen. Um den praktischen Teil zu bestehen, müssen Sie die Prüfung in der richtigen Reihenfolge vorführen und bestimmte Druckwerte erreichen: Die Warnleuchte für niedrigen Luftdruck muss vor 60 psi ansprechen, die Federspeicherbremsen müssen bei etwa 20-45 psi automatisch einfallen, die Luftleckage muss innerhalb der Grenzwerte bleiben, und der Kompressorregler muss bei den richtigen Drücken aus- und einschalten. Hier erfahren Sie genau, worauf der Prüfer achtet.
Die sieben Prüfschritte für Luftbremsen
Beginnen Sie mit einem vollständig geladenen System (der Motor hat den Luftdruck auf normalen Betriebsdruck von etwa 120 psi aufgebaut). Arbeiten Sie dann die folgenden Schritte ab. Dies ist dieselbe Reihenfolge, die im CDL-Handbuch steht, und Prüfer erwarten, dass Sie benennen, was Sie gerade tun.
| Schritt | Was Sie tun | Bestehenskriterium |
|---|---|---|
| 1. Warnleuchte für niedrigen Luftdruck | Zündung an, Motor aus. Bremspedal wiederholt betätigen, um den Tankdruck abzulassen. | Warnleuchte und Summer aktivieren sich, bevor der Druck unter 60 psi fällt. |
| 2. Federspeicherbremsen fallen ein | Druck weiter über das Pedal ablassen. | Feststell-/Anhängerschutzventile springen heraus (Federspeicherbremsen fallen ein) bei etwa 20-45 psi. |
| 3. Luftaufbaurate | Motor starten, im Betriebsdrehzahlbereich laufen lassen. | Doppelkreissystem baut 85 auf 100 psi in unter 45 Sekunden auf. |
| 4. Leckagetest | Auf ca. 125 psi laden, Motor abstellen. Druckabfall im Stand messen, dann Betätigungstest durchführen. | Innerhalb der Grenzwerte in der Tabelle unten. |
| 5. Regler Ein-/Ausschaltpunkt | Motor laufen lassen bis zum Ausschaltpunkt, dann Druck ablassen bis zum Einschaltpunkt. | Ausschaltpunkt ca. 120-135 psi; Einschaltpunkt ca. 100-110 psi (je nach Herstellerangabe). |
| 6. Feststellbremse | Feststellbremse setzen, im niedrigen Gang leicht dagegen anfahren. | Bremse hält das Fahrzeug. |
| 7. Betriebsbremsen | Bei ca. 5 mph anrollen, Pedal fest betätigen. | Bremst gerade, ohne Ziehen, ohne Verzögerung oder ungewöhnliches Gefühl. |
Grenzwerte für Leckage im Stand und unter Druck
Schritt 4 bringt mehr Fahrer ins Straucheln als jeder andere, weil es zwei getrennte Lecktests gibt und sich die Zahlen je nachdem ändern, ob es sich um einen Einzel-Lkw oder einen Sattelzug (Zugmaschine mit Anhänger) handelt. Zuerst der statische Test: Bei vollständig geladenem System, abgestelltem Motor und gelösten Betriebsbremsen beobachten Sie eine Minute lang die Anzeige. Dann der Leckagetest unter Betätigung: Bremspedal bei 90 psi oder mehr drücken und halten und den Abfall erneut messen. Das Halten bei 90 psi belastet den Betriebskreis, deshalb ist ein etwas höherer Verlust zulässig.
| Test | Einzelfahrzeug | Sattelzug/Kombination |
|---|---|---|
| Statisch (Bremsen gelöst) | ≤ 2 psi pro Minute | ≤ 3 psi pro Minute |
| Unter Betätigung (bei ~90 psi gehalten) | ≤ 3 psi pro Minute | ≤ 4 psi pro Minute |
Fällt der Druck bei Ihrem Fahrzeug schneller ab, sollten Sie nicht versuchen, sich herauszureden – Sie haben ein echtes Leck. Häufige Ursachen sind undichte Kupplungskopf-Dichtungen, eine verschlissene Kompressordruckleitung, ein abblasender Regler oder ein gesättigter Lufttrockner, der ständig abbläst. Sind die Werte am Prüfungstag grenzwertig, werden sie auf der Straße schlechter; die Lösung gehört in die Werkstatt, nicht auf den Prüfplatz. Dieselben Grenzwerte sollten Sie bei der täglichen Fahrzeugkontrolle einhalten (siehe warum ein Luftbremssystem Druck verliert).
Warnleuchte für niedrigen Luftdruck und Einfallen der Federspeicherbremsen
Die Schritte 1 und 2 werden als ein durchgehender Druckabbau bei abgestelltem Motor durchgeführt. Während Sie das Pedal betätigen, fällt der Druck, und zwei Dinge müssen nacheinander eintreten:
- Warnleuchte für niedrigen Luftdruck (vor 60 psi): Die Kontrollleuchte und der Summer müssen aktiv werden, während noch nutzbare Luft vorhanden ist. Bei den meisten Lkw löst sie bei etwa 55-60 psi aus.
- Federspeicherbremsen fallen ein (~20-45 psi): Lassen Sie weiter Druck ab, und die Federspeicher-(Feststell-)Bremsen setzen sich automatisch. Bei einem Sattelzug springen in diesem Bereich das Anhängerschutzventil und der Feststellbremsknopf heraus. Das ist die Ausfallsicherung, die das Fahrzeug stoppt, wenn das Luftsystem ausfällt.
Beide Ereignisse sind Sicherheitsfunktionen, keine Fehler. Die Prüfung stellt sicher, dass sie noch in der richtigen Reihenfolge funktionieren.
Regler Ein- und Ausschaltpunkt
Schritt 5 prüft, ob der Kompressor bei den richtigen Drücken zu- und abschaltet. Bei laufendem Motor baut sich Druck auf, bis der Regler den Ausschaltpunkt (typischerweise ca. 120-135 psi) erreicht und dem Kompressor signalisiert, das Fördern in die Tanks zu stoppen. Lassen Sie den Druck über das Pedal ab, sollte der Regler wieder einschalten (~100-110 psi) und den Kompressor erneut belasten. Schaltet der Regler nie ab, kann das System überladen werden; schaltet er zu früh ab, fehlt Ihnen Luft. Wie diese Regelung genau funktioniert, wird ausführlich auf der Seite Luftbremsenregler erklärt.
Mindest-psi zum Lösen und Losfahren
Sobald die Federspeicherbremsen während der Prüfung eingefallen sind, müssen Sie den Luftdruck wieder aufbauen, um sie zu lösen. Der Regler lässt das System erst dann vollständig laden, wenn der Kompressor belastet ist, aber die praktische Regel ist einfach: Fahren Sie erst los, wenn der Druck wieder im normalen Betriebsbereich (~120 psi) liegt und die Feststellbremsknöpfe hineingedrückt bleiben. Wer bei teilweisem Luftdruck losfährt – bevor die Federspeicherbremsen vollständig gelöst sind – schleift die Bremsen und kann mitten in der Kreuzung liegenbleiben.
Wenn ein nicht bestandener Test auf Hardware statt Technik hindeutet
Fällt ein Lkw wiederholt bei den Aufbau- oder Leckageschritten durch, egal wie sorgfältig Sie vorgehen, liegt das Problem in der Luftbremsen-Hardware, nicht an Ihrer Technik. Ein verschlissener Kompressor, der nicht rechtzeitig Luft erzeugen kann, ein abblasender Regler oder ein ständig ablassender Lufttrockner zeigen sich alle durch langsamen Aufbau oder übermäßigen Verlust. Um das Fahrzeug wieder auf Spezifikation zu bringen, sollten Sie diese Teile mit OE-Qualität von Luftbremsen-Systemkomponenten warten, statt Symptomen hinterherzujagen. Sobald das zugrunde liegende System dicht hält und rechtzeitig aufbaut, wird die Sieben-Schritte-Prüfung zur Routine.
Die Luftbremsenprüfung ist nur ein Baustein, um für ein luftgebremstes Fahrzeug qualifiziert zu sein; die Regeln zur Beschränkung und wie man sie aufhebt, finden Sie auf der Seite Luftbremsen-Zusatzqualifikation.
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VADEN-Teile kaufenVeröffentlicht von VADEN Original. Produktlinks verweisen auf den offiziellen Katalog des Herstellers. Die Angaben sind allgemein - überprüfen Sie Werte stets anhand des Servicehandbuchs Ihres Fahrzeugs.